Stellen Sie sich vor, Sie würden ständig alles vergessen. Ihre Verwandten und Freunde werden allmählich zu Fremden. Was haben Sie vor fünf Minuten gemacht? Wo sind Sie? Mit Ihrem Gedächtnis verlieren Sie sich selbst.

Schließlich leben die Betroffenen nur noch in der Vergangenheit. Im Meer des Vergessens liegen verstreute Erinnerungsinseln, die wir nur durch äußere Impulse erreichen. Deshalb arbeiten wir viel mit den Angehörigen zusammen. Wir schlagen Brücken in die Vergangenheit und zu den Menschen, indem wir prägende Ereignisse aus der Vergangenheit rekonstruieren. Kuscheltiere spenden Trost, der Duft von Sauerbraten kann Türen zu einer vergessenen Welt öffnen. Gleichzeitig schenken vertraute Strukturen, Rituale und Gesten Sicherheit.

Manchmal ist es eine Berührung, eine kleine Sinneswahrnehmung – plötzlich lächelt der Patient: Für einen kurzen Augenblick kehrt eine Erinnerung zurück – er spürt wieder, wer er ist. Unsere Pflegekräfte tauchen in die Welt der Kranken ein, in der für unsere Wirklichkeit kein Platz ist. Eine Welt, die wir akzeptieren müssen. Nur so können wir den Bewohnern jeden Tag immer wieder glückliche Momente schenken.

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